Kredit-, Charge-, Debit- oder Prepaid-Karte?
Die vier Kartentypen einfach erklärt.
Kreditkarte
Echte Kreditkarte mit Kreditrahmen und optionaler Teilzahlung. Der Saldo wird monatlich abgerechnet, kann aber in Raten zurückgezahlt werden.
Vorteile
- Flexibler Kreditrahmen
- Zinsfreie Zeit bis zur Fälligkeit (oft 7 Wochen)
- Ratenzahlung möglich
- Weltweite Akzeptanz, auch für Kautionen
Nachteile
- Bonitätsprüfung erforderlich
- Hohe Zinsen bei Teilzahlung (in Österreich rund 22–25 % effektiv)
- Oft keine Lastschrift: Rechnung selbst überweisen
- Verschuldungsrisiko
Passt für: Für Personen mit regelmäßigem Einkommen, die jeden Monat diszipliniert den vollen Betrag zahlen.
Charge-Karte
Alle Umsätze eines Monats werden gesammelt und einmal im Monat vollständig vom Girokonto abgebucht. In Österreich der Standard bei Bankkarten.
Vorteile
- Kein Zinsrisiko bei Vollabbuchung
- Zinsfreier Zahlungsaufschub bis zur Abbuchung
- Für Kautionen akzeptiert
- Oft mit Reiseversicherung
Nachteile
- Meist Jahresgebühr
- Oft Girokonto bei derselben Bank nötig
- Fremdwährungsentgelt häufig 1,5–3 %
Passt für: Für alle, die bequem zahlen und keine Rechnung vergessen wollen.
Debitkarte
Jede Zahlung wird sofort vom Konto abgebucht. Keine Kreditlinie, dafür volle Kostenkontrolle.
Vorteile
- Volle Kostenkontrolle
- Meist keine oder niedrige Gebühren
- Oft 0 % Fremdwährung (Neobanken)
- Schnell per App erhältlich
Nachteile
- Bei Mietwagen-Kautionen oft abgelehnt
- Kein Zahlungsaufschub
- Konto beim Anbieter nötig
Passt für: Für Online-Shopping, Reisen ohne Kaution und alle, die Ausgaben sofort sehen wollen.
Prepaid-Karte
Aufladbare Guthabenkarte. Bezahlt wird nur mit vorher eingezahltem Guthaben.
Vorteile
- Keine Bonitätsprüfung
- Volle Kostenkontrolle
- Für alle erhältlich
- Gut für Jugendliche
Nachteile
- Muss regelmäßig aufgeladen werden
- Oft höhere Gebühren
- Eingeschränkte Akzeptanz (Mietwagen)
- Keine Kreditfunktion
Passt für: Für Personen ohne Bonität oder mit striktem Budget.